Sich selbst zu lieben, ist im Ursprung kein Gefühl.

Es ist die Einlösung eines Versprechens, das du dir selbst immer wieder gibst: Ich schenke meinem Herzen mehr Glauben, als meinem inneren Kritiker und allen Stimmen, die mir erzählen wollen, wer ich bin und was ich zu tun habe. Dein Herz erlebt jeden Moment immer wieder neu. Hier & Jetzt!

Wenn alle abgespaltenen Kindanteile wieder in deiner Mitte vereint sind, dann kannst du alle Glaubenssätze und Handlungsmuster, die du dir nur angeeignet hast, um dir eine scheinbar verlässliche Mitte zu erzeugen, nach und nach durchschauen und hinter dir lassen.

Bedingungslose Liebe ist pure Akzeptanz

Bedingungslose Liebe im Außen zu leben, wird bei vielen Menschen noch zur Bedingung. Sie vergessen, dass sie sich dadurch selbst eine Bedingung stellen und das ja schon nicht mehr bedingungslos ist.

Bedingungslose Liebe bedeutet nicht, dass man sich jede Grenze überschreiten lässt und alles toleriert. Das wäre wieder eine gelebte Abhängigkeit.

Es geht hier lediglich darum, ALLES zu akzeptieren, was JETZT innerHALB und außerHALB von dir erscheint. Also, es als “das ist jetzt halt so” anzunehmen und dann daraus zu agieren. Das allein ist bedingungslose Liebe, denn sie integriert alles. Weitere Definitionen wären eine Einseitigkeit, die auf moralischen Werten basiert und nicht alles einschließt.

Wir müssen aber nicht alle Menschen gleich mögen. Das können wir nämlich nicht. Resonanz lässt sich nicht kontrollieren. Jede Form der Sympathie funktioniert aber über Resonanz.

Bedingungslose Liebe hört auf, sich Vorstellungen von Liebe zu machen. Sie will nichts tun, um geliebt zu werden oder zu lieben. Es ist ein natürliches geschehen lassen, weil es sich aus der inneren Mitte heraus genau so erleben will.

Bedingungslose Liebe entbehrt jeder Kontrolle aus dem Ego, denn sie ist die Macht, die alles erschafft. Sobald man diese Macht in sich erkennt, hört alles künstliche lieben, tun und haben wollen auf. Man beginnt dem Leben voll zu vertrauen.

Wahre Liebe kennt absolut gesehen keine Grenzen. Sie wahrt aber die natürlichen Grenzen eines Menschen im Erleben und überschreitet manchmal die irrtümlichen Grenzen des Egos, das nur verhindern will, dass es entweder nochmals verletzt oder aber durchschaut wird. Ohne eine erneute Sichtbarmachung der Verletzung wird es aber nicht möglich sein, sich im Erleben wieder vollständig sehen zu können. 

Bedingungslose Liebe und Vertrauen sind Synonyme

Das eine gibt es nicht ohne das andere. Du vertraust zuerst einmal dir selbst. Dann bist du in der Lage auf deine innere Stimme zu hören. Diese lotst dich klar und leise durch jede Situation und zeigt dir, wo du im Außen auch vertrauen kannst und wo du besser vorsichtig sein solltest, weil sich aktuell noch nicht jeder Mensch aus seiner Mitte heraus erlebt und dessen Ego jede Menge Kontroll- und Manipulationsversuche unternimmt.

Vertrauen heißt definitiv nicht, dass du bekommst, was du willst, wenn du nur gut genug vertraust!  Vertrauen bedeutet, jeden Moment vollkommen klar und bewusst so anzunehmen, wie er jetzt gerade ist, weil deine Seelenebene dir diesen Moment genau deshalb erzeugt hat, um daraus zu lernen, zu wachsen und / oder um dich zu erfreuen.

Interessanterweise ist der Weg des Vertrauens im Grunde der Weg des geringsten Widerstands, weil du in deinem Widerstand gegen das, was das Leben mit dir vorhat, deine eigene Lebensenergie blockierst. Dieser Widerstand zeigt sich dann als Schwere und Angst, bis hin zur Krankheit.

Bedingungslose Liebe zeigt sich als Verletzlichkeit und Hingabe

Wichtig ist die Unterscheidung von Verletztheit und Verletzlichkeit. Verletztheit ist die ungeheilte Erinnerung an ein traumatisches Erleben, die immer wieder erscheint.

Verletzlichkeit kannst du erst leben, wenn du erkannt hast, dass das Bedürfnis nach einem Schutz gleichzeitig immer auch das erzeugt, wogegen du dich schützen willst. In erster Linie sind das die Worte anderer Menschen, denen du dich ausgeliefert siehst. Sobald du ihnen keine Macht mehr gibst, dass sie wahr für dich sind, können sie dir nichts mehr anhaben. Dann kannst du auf jeden Schutz im Bereich Kommunikation verzichten und dich verletzlich und offen zeigen. Du wirst dann erkennen, dass du vollkommen unverletzlich geworden bist und du dich nur immer wieder selbst verletzt hast, indem du den Worten anderer Menschen geglaubt hast.

Hingabe kann in einer Beziehung nur mit einem anderen reifen Menschen gelebt werden, der auch zu dieser Hingabe fähig ist. Denn nur dann werden alle abhängigen Strukturen aufgelöst und eine zeitweise Verschmelzung ist möglich, ohne die Eigenständigkeit beider Partner jemals wieder zu verlieren. Zwei ganze Kreise ergeben in Kombination eine Kugel auf der nächsthöheren Ebene, ohne ihr Kreis-Sein zu verlieren.

Du beginnst dann, dich wieder wesentlich zu leben. Das bedeutet, dass du das wieder lebst, was du für die "Liebe" eines anderen bereit warst, zu unterdrücken. Und du das weglässt, was du glaubtest ins Erleben bringen zu müssen, nur um akzeptiert zu werden.

Neutralität und Gelassenheit

Neutralität bedeutet nicht das Negieren von Erleben. Sie ist kein Vakuum, vor dem das Ego übrigens eine riesen Angst hat. Neutralität ist das Erleben sich jenseits von Gut und Böse wahrzunehmen, weil man erkannt hat, dass in dem Einen der Same für das Andere mit enthalten ist. 

Etwas Gutes unbedingt tun zu wollen, kann genau zum Gegenteil führen, wenn man z.B. nicht erkennt, dass das scheinbar gute Tun, jemanden daran hindert, es selbst zu erlernen und sich somit dauerhaft selbst gutes tun zu können.

In vielen Situationen müssen Menschen offensichtlich erst das negative Erleben erzeugen, um die positive Seite sehen zu können. Die bedingungslose Liebe macht das dauerhafte Erleben der Mitte möglich und dadurch wird man aus der inneren Stimme geführt, die nicht über Gut und Böse wertet. 

Dies ermöglicht das Erleben von Gelassenheit, einer sanften, inneren Freude und von tiefem Vertrauen in das Leben. Zweifel bauen sich nach und nach komplett ab, da man erkennt, dass es nur Jetzt gibt und alles, was jetzt nicht ist, ist schlichtweg nur Potenzial für ein Erleben, aber keinesfalls Fakt. Wir erzeugen nämlich in unserer Erwartung langfristig das, was wir erwarten. Das ist eine reine Frage des Glaubens.

Neutralität hebelt die logische Kausalität aus, weil sie nichts erwartet, aber alles offenlässt, auch das, was nicht logisch erscheint. Das ist eine Superposition, die über dem Erleben steht.

Neutralität und Bedingungslosigkeit sind der einzige Weg, einen Zugang zur Seelenebene zu bekommen. Seele öffnet sich ansonsten nicht, oder das Ego erzeugt Illusionen, die als Seelenebene interpretiert werden. Jede Aktion auf dieser illusionären Ebene, wie zum Beispiel Heilungsversuche aus dem einseitigen Heilen wollen, halten nur kurz und verblassen dann wieder.

Du bist auf der Suche nach Unterstützung auf deinem Weg in deine innere Mitte? Ich begleite dich gerne dabei.

Jetzt Kontakt aufnehmen

WICHTIG!

Wir sind keine Therapeuten und geben hier explizit keine Heilversprechen ab! Jede Verwendung unseres Wissens und unserer Methoden geschieht auf eigenen Wunsch und eigene Verantwortung! Labile Menschen sollten sich immer professionelle Hilfe suchen und mit dieser zusammen die Seelenarbeit durchführen!

Der rote Faden